Als System (altgriechisch œÉœçœÉœÑŒ∑ŒºŒ± s√Ωstƒìma ‚Äöaus mehreren Einzelteilen zusammengesetztes Ganzes‚Äò) wird allgemein ein Gebilde zusammenhängender Einzelteile (Entitäten) bezeichnet, die durch Beziehung, Verknüpfung, Wechselwirkung oder Interaktion ein gemeinsames Ganzes bilden. Dessen systematische Ganzheit kann als ein struktureller, funktionaler, aufgaben-, sinn- oder zweckgebundener Zusammenhang aufgefasst werden. Ist ein System räumlich und zeitlich abgrenzbar, wird es von seiner Umgebung abgesetzt und kann als offenes System mit dieser in Austausch stehen. Ein System kann Teilsysteme enthalten und selbst Teil eines umfassenderen Systems sein. In unterschiedlichen Fachgebieten werden darüber hinaus spezifischere Begriffsverwendungen vorgeschlagen, diskutiert und angewendet.[1] Siehe auch: Systemtheorie Begriffsgeschichtlich tritt neben die Verwendung der Bezeichnung ‚ÄûSystem„ für funktionale Gebilde wie Sonnensysteme oder Tonsysteme die Verwendung für ‚Äûeine einheitliche, nach einem bestimmten Prinzip, einer Grundidee, einer methodischen Einsicht durchgeführte Anordnung einer Vielfalt von Erkenntnissen zu einer logisch begründeten Gesamtanschauung, einem Lehrgebäude, in welchem jeder Teil seinen vernunftmäßig bestimmten Platz einnimmt„ (Grimm‚Äôsches Wörterbuch).[2] Ein hierzu ähnlicher Begriff ist Konstrukt (vgl. auch die Theorie des Sozialkonstruktivismus).