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Steuern - Österreich

TiGer39

Mitglied
29 Dezember 2017
80
43
Ich glaube ich schreibe einfach das Finanzamt an mit einer bitte um Auskunft was in meinem Fall zu tun ist.

Grund:
Das ist eben das wo ich mir nicht sicher bin ob man tatsächlich einen Erklärungswechsel zur Einkommenssteuererklärung durchführen muss, da sich ja mein persönlicher Steuersatz durch das normale Einkommen von meinem Arbeitgeber ergibt.

Und dieser Punkt wo man eine Einkommensteuererklärung machen muss bzgl. den Grenzen gilt für "Selbstständige":
https://www.bmf.gv.at/steuern/selbststaendige-unternehmer/einkommensteuer/est-einkommensteuererklaerungspflicht.html

Eigentlich wäre ich auf folgendes gekommen (habe ja einen normalen Arbeitgeber und bin somit Privatperson und nicht selbständig) und eine Einkommenssteuererklärung ist für selbsständige oder Unternehmer notwendig.

Und hier steht ja folgendes von dem Dokument auf das ich bereits verwiesen habe weiter oben (wieder die Grenze mit den 730 €).

Wann ist das Formular L 1i auszufüllen?

104
A. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ohne Lohnsteuerabzug

Wann füllen Sie das Formular L1i aus, obwohl Sie nur inländische Einkünfte beziehen?
Sie haben nichtselbständige Einkünfte von dritter Seite erhalten, die nicht dem Lohnsteuerabzug durch Ihren
Arbeitgeber unterliegen und daher in Österreich zwar steuerpflichtig aber noch nicht besteuert sind. Dazu zählen beispielsweise:
• Bestimmte Provisionen (z.B. Incentives) von dritter Seite
‚Ä¢ Die Einlösung von Bonusmeilen für private Zwecke, die im Rahmen von beruflichen Dienstreisen erworben wurden
‚Ä¢ Pauschale Reisekostenersätze, die von internationalen Organisationen (z.B. Institutionen der Europäischen Union) direkt an die Sitzungsteilnehmer ausbezahlt werden

Die Summe dieser in Österreich steuerpflichtigen Einkünfte (=Bruttoeinnahmen abzüglich Werbungskosten) aus
nichtselbständiger Arbeit ohne Lohnsteuerabzug sind grundsätzlich im Formular L 1i in der Kennzahl 359 bekannt zu geben. Sofern die nichtselbständigen Einkünfte von dritter Seite, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegen, im Kalenderjahr 730 € nicht über
schreiten, bleiben diese steuerfrei (siehe Veranlagungsfreibetrag Seite 127).
 

domtom

Crypto Jüngling
10 Januar 2018
16
12
TiGer39 schrieb:
Ich glaube ich schreibe einfach das Finanzamt an mit einer bitte um Auskunft was in meinem Fall zu tun ist.

Grund:
Das ist eben das wo ich mir nicht sicher bin ob man tatsächlich einen Erklärungswechsel zur Einkommenssteuererklärung durchführen muss, da sich ja mein persönlicher Steuersatz durch das normale Einkommen von meinem Arbeitgeber ergibt.

Und dieser Punkt wo man eine Einkommensteuererklärung machen muss bzgl. den Grenzen gilt für "Selbstständige":
https://www.bmf.gv.at/steuern/selbststaendige-unternehmer/einkommensteuer/est-einkommensteuererklaerungspflicht.html

Eigentlich wäre ich auf folgendes gekommen (habe ja einen normalen Arbeitgeber und bin somit Privatperson und nicht selbständig) und eine Einkommenssteuererklärung ist für selbsständige oder Unternehmer notwendig.

Und hier steht ja folgendes von dem Dokument auf das ich bereits verwiesen habe weiter oben (wieder die Grenze mit den 730 €).

Wann ist das Formular L 1i auszufüllen?

104
A. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ohne Lohnsteuerabzug

Wann füllen Sie das Formular L1i aus, obwohl Sie nur inländische Einkünfte beziehen?
Sie haben nichtselbständige Einkünfte von dritter Seite erhalten, die nicht dem Lohnsteuerabzug durch Ihren
Arbeitgeber unterliegen und daher in Österreich zwar steuerpflichtig aber noch nicht besteuert sind. Dazu zählen beispielsweise:
• Bestimmte Provisionen (z.B. Incentives) von dritter Seite
‚Ä¢ Die Einlösung von Bonusmeilen für private Zwecke, die im Rahmen von beruflichen Dienstreisen erworben wurden
‚Ä¢ Pauschale Reisekostenersätze, die von internationalen Organisationen (z.B. Institutionen der Europäischen Union) direkt an die Sitzungsteilnehmer ausbezahlt werden

Die Summe dieser in Österreich steuerpflichtigen Einkünfte (=Bruttoeinnahmen abzüglich Werbungskosten) aus
nichtselbständiger Arbeit ohne Lohnsteuerabzug sind grundsätzlich im Formular L 1i in der Kennzahl 359 bekannt zu geben. Sofern die nichtselbständigen Einkünfte von dritter Seite, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegen, im Kalenderjahr 730 € nicht über
schreiten, bleiben diese steuerfrei (siehe Veranlagungsfreibetrag Seite 127).
Wäre wirklich interessant wenn man dazu vom FA eine verbindliche Auskunft bekommen würde. Ich bin auch nicht Selbständig beschäftigt, lese aber in allen Artikeln bzgl. Besteuerung von Kryptos immer nur von Einkommensteuererklärung und der jährlichen Freigrenze von 440 €, nirgends von Arbeitnehmerveranlagung.

http://www.crypto-tax.at/tipp/14-ist-das-trading-von-kryptowaehrungen-steuerpflichtig

usw.
 

TiGer39

Mitglied
29 Dezember 2017
80
43
Hier jetzt die offizielle Antwort vom Finanzamt bzgl. Arbeitsnehmerveranlagung / Einkommenssteuererklärung die ich per E-Mail erhalten habe bzgl meiner Frage.

Frage:
Betreff: Frage bzgl. Versteuerung Einkünfte aus digitalen Währungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe Sie können mir meine Fragen beantworten, da es meiner Meinung nach nicht 100% klar forumliert ist wie ich damit umzugehen habe.

Es gibt ja folgendes Dokument bzgl. Kryptowährungen im Privatvermögen:
https://www.bmf.gv.at/steuern/kryptowaehrung_Besteuerung.html

Es gibt folgendes Dokument bzgl. Steuerbuch (Seite 104 -Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ohne Lohnsteuerabzug)
https://www.bmf.gv.at/services/publikationen/Steuerbuch2018-de-Barrierefrei.pdf?69bcc5

Ich bin entsprechend nicht selbsständig und habe einen Arbeitgeber in Österreich und mache somit immer die normale Arbeitnehmerveranlagung.

Reicht es aus wenn ich den gesamten Gewinn vom Jahr 2017 mit den Einkünften aus Spekualtionen durch Kryptowährungen (Haltedauer kleiner 1 Jahr; Lückenlose Dokumentation; HPFO Verfahren) entsprechend in der Arbeitnehmerveranlagung im Formular L 1i Kennzahl 359 eintrage damit diese mit meinem persönlichen Steuersatz dann versteuert werden und ich durch die Arbeitnehmerveranlagung dann entsprechend die notwendigen Steuern nachzahlen kann oder bin ich auch als nicht Selbsständiger dazu verpflichtet von der Arbeitnehmerveranlagung einen Erklärungswechsel auf Einkommenssteuererklärung durchzuführen? Allerdings wäre mir dann noch unklar wie dort das Jahreseinkommen vom Arbeitgeber entsprechend zu erfassen ist.

https://www.bmf.gv.at/steuern/selbststaendige-unternehmer/einkommensteuer/est-einkommensteuererklaerungspflicht.html

Vorab vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.
Antwort:
Sehr geehrter Herr ....,

Sie müssen hier leider den Erklärungswechsel durchführen. Im E1 Formular unter der Kennzahl 801 (auf der Seite 6) wären die Spekulationsgewinne zu erfassen.

Bezüglich der Berücksichtigung der unselbständigen Einkünfte kann ich Sie beruhigen. Hier ändert sich nichts. Technisch gesehen ist die Arbeitnehmerveranlagung nur eine ‚Äûabgespeckte„ Version der E1. Die Kennzahlen zum Ausfüllen bleiben gleich.

Mit freundlichen Grüßen

Bundesministerium für Finanzen
Steuerombudsmann
Johannesgasse 5, 1010 Wien
E-Mail: steuerombudsdienst@bmf.gv.at
 

domtom

Crypto Jüngling
10 Januar 2018
16
12
@Admin: Der Kauf/Verkauf von Bitcoins ist UMSATZsteuerfrei. Das hat nichts mit der fälligen Einkommenssteuer bei Trades unter 1 Jahr zu tun.

@TiGer39: Vielen Dank für deine Mühe. Das deckt sich auch mit meinen Recherchen. Vielleicht noch eine kurze Erklärung zum Formular mit dem man online den Erklärungswechsel durchführen kann:

- Im dropdown "Einkünfte" -> "Sonstige Einkünfte" auswählen. Die Kennzahl 801 gehört zu den sonstigen Einkünften.

- Unter "Ort der Berufsausübung/Geschäftsleitung" ist die eigene Wohnadresse anzugeben

- "Voraussichtlicher Gewinn im Eröffnungsjahr" ist der Gewinn den ihr im letzten Jahr gemacht habt

- "Voraussichtlicher Gewinn im Folgejahr" - hier unbedingt "0" eintragen, sonst bekommt ihr auch gleich noch eine quartalsmäßige Vorschreibung der Einkommensteuer aufgebrummt


Hier gehts zwar nicht um Kryptos, sondern um Aktien, aber ähnliche Fragestellung

https://www.steuerberater.at/forum/190675/aktiengewinne_versteuern

LG Tom
 
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