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Steuern - 2.Deutschland

BERfolger

Crypto Jüngling
23 Dezember 2017
4
0
zooloo schrieb:
Moin zusammen,
ich programmiere mir gerade ein Tool zur Berechnung von dem ganzen Steuerkrams und da ist mir noch eine Frage untergekommen.

1) Gilt das angewandte FIFO GENERELL, oder eben auch wie bei Aktien PRO Börsenplatz?
Angenommen ich kaufe mir am 01.01.2018 einen BTC zu 9000€ und sende diesen an Poloniex.
Am 02.01.2018 kaufe ich einen BTC zu 10.000€ und sende diesen nach bitfinex. Jetzt verkaufe ich auf bitfinex den zweiten BTC. Muss ich hier jetzt (meiner Meinung nach korrekterweise) den Verkauf des zweiten BTC versteuern, oder greift FIFO generell und ich "muss" steuerlich den ersten BTC behandeln, der aber eigentlich auf Poloniex liegt.. ?

würde mich auch interessieren. Durch die blockchain und die getrennten wallets bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass es der depottrennung bei aktien gleicht...aber andere meinungen sind gerne willkommen...

Verfolge alles mit cointracking...was für ein film alle fehler auf bitfinex gefunden zu haben da ich meinen ersten btc kauf direkt auf die Ledger getradet habe wäre das genial...dann würden höhere ek Preise für die Besteuerung greifen
 

zooloo

Aktives Mitglied
23 Dezember 2017
577
172
Jo, habe auch nochmal etwas recherchiert. Solange man die Reihenfolge nachweisen kann, sollte das Börsenplatzabhängig verrechnet werden. Sollte das nicht nachvollziehbar sein, wann welcher Coin wohin ist, dann gilt generell FIFO börsenplatzübergreifend.
Was ich nicht weiß:
Ich kaufe Zuerst einen BTC für 10.000€, und am nächsten Tag einen BTC für 15.000 € (auf dem gleichen Handelsplatz) . Am 3. Tag sende ich einen BTC auf ein anderes Wallet. Sind reine Wallet-Transfers auch dem FIFO prinzip unterlegen? Nachweisen kann ich ja nicht, dass ich genau den zweiten Coin verschieben wollte und nicht den ersten.
Sollte das hier auch gelten, müsste man direkt nach dem kauf auf eine andere Adresse ausweichen, vermute ich.
Naja, Pustekuchen, kann ich im nachhinein eh nicht mehr ändern. Da ich doch auf Cointracking umgestiegen bin (bei den BTC Preisen kann man sich das ja mal gönnen :D) hoffe ich, dass Cointracking das irgendwie sinnvoll auseinanderdröseln kann.. mal schauen.
 

BERfolger

Crypto Jüngling
23 Dezember 2017
4
0
zooloo schrieb:
Jo, habe auch nochmal etwas recherchiert. Solange man die Reihenfolge nachweisen kann, sollte das Börsenplatzabhängig verrechnet werden. Sollte das nicht nachvollziehbar sein, wann welcher Coin wohin ist, dann gilt generell FIFO börsenplatzübergreifend.
Was ich nicht weiß:
Ich kaufe Zuerst einen BTC für 10.000€, und am nächsten Tag einen BTC für 15.000 € (auf dem gleichen Handelsplatz) . Am 3. Tag sende ich einen BTC auf ein anderes Wallet. Sind reine Wallet-Transfers auch dem FIFO prinzip unterlegen? Nachweisen kann ich ja nicht, dass ich genau den zweiten Coin verschieben wollte und nicht den ersten.
Sollte das hier auch gelten, müsste man direkt nach dem kauf auf eine andere Adresse ausweichen, vermute ich.
Naja, Pustekuchen, kann ich im nachhinein eh nicht mehr ändern. Da ich doch auf Cointracking umgestiegen bin (bei den BTC Preisen kann man sich das ja mal gönnen :D) hoffe ich, dass Cointracking das irgendwie sinnvoll auseinanderdröseln kann.. mal schauen.

Das hört sich schon wieder komplizierter an, da du erst einmal auf einem Handelsplatz bist. Und je nach Kreativität beim FA wird man das verstehen können oder nicht. Sauber wäre, wenn du die Transaktionen wegen der Reihenfolge ändern könntest. Bei deinem Bsp. mit doppeltem BTC Kauf, denke ich, dass wir wieder beim FIFO wären.

Bist du auch auf Bitfinex? Falls ja, gib mal bitte Bescheid, wie der API Import funktionierte...habe alles erst einmal über den Excel Import gemacht und musste bei der Börse schon einiges korrigieren...naja...dafür habe ich dann iwann ein Gefühl entwickelt... :lol: :cool:
 

zooloo

Aktives Mitglied
23 Dezember 2017
577
172
BERfolger schrieb:
Bist du auch auf Bitfinex? Falls ja, gib mal bitte Bescheid, wie der API Import funktionierte...habe alles erst einmal über den Excel Import gemacht und musste bei der Börse schon einiges korrigieren...naja...dafür habe ich dann iwann ein Gefühl entwickelt... :lol: :cool:

Der Bitfinex APi Import sieht bei mir sauber aus. Hatte bis jetzt nur Probleme bei cryptopia nen API Key zu erstellen, der wird einfach nicht gespeichert bei cryptopia. Und Bittrex Deposit/Withdrawal funktioniert nicht, die muss man manuell eintragen. Ansonsten passt alles soweit. Ich hatte nur großen Aufwand durch einige Shapeshift Transaktionen und wildes ausprobieren diverser Wallets aus meiner Anfangszeit.


Aktuell scheint die Berechnung grob hinzuhauen. Was mich allerdings wundert: Bei der Gewinnermittlung stehen meine Anschaffungskosten nicht dem Gewinn gegenüber. D.h. cointracking berechnet meinen Gewinn und rechnet auf den Gewinn noch meine EUR-Ausgaben drauf.
Aber evtl. muss ich hier einfach noch die EURO Ein- und Auszahlungen erfassen, damit er das vernünftig berechnen kann.
 

C9nX

Crypto Jüngling
22 Dezember 2017
15
15
zooloo schrieb:
Aktuell scheint die Berechnung grob hinzuhauen. Was mich allerdings wundert: Bei der Gewinnermittlung stehen meine Anschaffungskosten nicht dem Gewinn gegenüber. D.h. cointracking berechnet meinen Gewinn und rechnet auf den Gewinn noch meine EUR-Ausgaben drauf.
Aber evtl. muss ich hier einfach noch die EURO Ein- und Auszahlungen erfassen, damit er das vernünftig berechnen kann.

Ich denke nicht, dass ct die ausgaben noch zusätzlich als Einnhame kalkuliert.

Vielmehr scheint es, als fehle(n) die Gegenbuchung(en) auf der Soll/Haben Seite und somit steht Dein € Konto, entsprechend Deinem Einkauf der Coins mit der Summe im Minus?
Rein rechnerisch hast du diese dann nämlich für 0€ bekommen und der aktuelle Wert entspricht dann dem Gewinn.

Buche mal Dein eingesetztes Kapital als €-Einnahme ( Coins Eintragen und dann unter NEU das Einsatzkapital zubuchunen )
Danach dürfte das Zahlentechnisch realistischer aussehen?
 

zooloo

Aktives Mitglied
23 Dezember 2017
577
172
C9nX schrieb:
zooloo schrieb:
Aktuell scheint die Berechnung grob hinzuhauen. Was mich allerdings wundert: Bei der Gewinnermittlung stehen meine Anschaffungskosten nicht dem Gewinn gegenüber. D.h. cointracking berechnet meinen Gewinn und rechnet auf den Gewinn noch meine EUR-Ausgaben drauf.
Aber evtl. muss ich hier einfach noch die EURO Ein- und Auszahlungen erfassen, damit er das vernünftig berechnen kann.

Ich denke nicht, dass ct die ausgaben noch zusätzlich als Einnhame kalkuliert.

Vielmehr scheint es, als fehle(n) die Gegenbuchung(en) auf der Soll/Haben Seite und somit steht Dein € Konto, entsprechend Deinem Einkauf der Coins mit der Summe im Minus?
Rein rechnerisch hast du diese dann nämlich für 0€ bekommen und der aktuelle Wert entspricht dann dem Gewinn.

Buche mal Dein eingesetztes Kapital als €-Einnahme ( Coins Eintragen und dann unter NEU das Einsatzkapital zubuchunen )
Danach dürfte das Zahlentechnisch realistischer aussehen?

So, ich hab nochmal etwas geschaut. Es macht keinen Unterschied, ob ich meine EUR als Einzahlungen eintrage oder nicht. Es macht aber einen fetten Unterschied, ob ich LIFO oder FIFO wähle. Was auch total absurd ist. LIFO habe ich nur halb so viel Gewinn gemacht wie per FIFO.

Allerdings habe ich Mitte Dezember einmal alles ausgecasht, und hatte dann einen Gewinn, der CIRCA mit dem LIFO Wert hinkommt.. von daher dürfte bei der FIFO Berechnung grundlegend irgendwas falsch laufen. (Denn egal, ob ich LIFO oder FIFO wähle. Wenn ich in einem Steuerzeitraum ALLES kaufe und ALLES verkaufe, müsste ich mit beiden Methoden auf das gleiche Ergebnis kommen).

Wenn ich LIFO wähle, wird mir in meinem "Bestand" auch noch mein allererster LTC-Kauf angezeigt. Was gar nicht sein kann, da ich zwischenzeitlich 2 mal komplett alle Coins verkauft habe. Naja, mal schauen, irgendwo fehlt vermutlich irgend eine Transaktion, die ich aber nicht mehr nachvollziehen kann. Ätzend.

(vor allem: hätte ich die Zeit, die ich jetzt für den Steuerscheiß verschwende, zum Arbeiten genutzt, hätte ich jetzt sicherlich mehr Geld, als ich mit den Coins überhaupt Gewinn gemacht hätte.. :roll: )
 

Ben1337

Crypto Jüngling
4 Januar 2018
22
2
Im Moment ist Steuersparzeit für die Zukunft in 2018. Bitte checked mal ob meine Gedanken so richtig sind:

Nehmen wir an man hätte 1 BTC zu 10000€ gekauft und würde nun 1 BTC zu 5000€ in LTC wechseln. Dann würde steuerlich da der Verlust realisiert werden. Also könnte ich 5000€ auf meine Verlustseite für 2018 schreiben. Wenn ich dann wieder BTC haben möchte, kann ich ja zurücktauschen ohne das dies großartig für die Steuer wirksam wäre (halt die üblichen kleineren Verschiebungen).
Ich mein man könnte das Ganze auch über FIAT treiben, einmal "auscashen" mit Verlusten und dann wieder eincashen.
Das ganze macht nur Sinn, wenn ich den BTC hodlen will, um über die 1 Jahres Grenze zu kommen und natürlich im Minus bin.
Nutzen kann ich die 5000€ auf der Steuerhabenseite dann für irgendwelche Trading Spielchen in 2018.
Ist das so richtig oder mache ich da einen Denkfehler?
 

Fritz

Aktives Mitglied
22 Dezember 2017
141
49
Ich habe auch bei den Verlustcoins in Euro zurückgetauscht, um einen Gewinn auszugleichen. Wenn man den Coin dann immer noch haben will, kauft man ihn einfach gleich nach. Sollte klappen.
 

zooloo

Aktives Mitglied
23 Dezember 2017
577
172
Weiß jemand, ob cointracking die Fees schon unter "Steuerbericht" unter "Gewinn" mit einbezieht? Da habe ich nämlich Abweichungen. Ziehe ich die Gebühren unter "Trading Gebühren" von meinem Gewinn ab, kommt das schon eher hin.

Generell finde ich den Umgang mit Gebühren bei Cointracking etwas gewöhnungsbedürftig.

Wenn ich z.B. folgende Trades eintrage:


Passiert in der Steuerübersicht folgendes:


Der zweite Verkauf wird noch aus dem ersten Kaufpool verkauft, von dem ja eigentlich nichts übrig ist, da ich aufgrund der 5 XRP Fee nur 95 XRP besessen habe. Somit werden sämtliche Folgerechnungen falsch und es dürften sich "Kaufpool"-Staus in Höher der Fees bilden.

Alternativ verrechnet man die Fee direkt auf die gekaufte Währung. Also Kauf 95 XRP für 100€. Das führt dann wiederum dazu, dass die Fee auf den Kaufpreis gerechnet wird, und somit bei der Gewinnermittlung mit dem theoretisch falschen Kauf-Kurs ( 1XRP / 1.05xx€) gerechnet wird. Praktisch macht das aber wohl keinen Unterschied beim Ergebnis. So bleiben zwar die "unverkauften Positionen" sauber, allerdings funktioniert das nur bei Trades. Wenn ich einen simplen Transfer erstelle, .z.B. 10 XRP -> out mit 1 XRP fee und daraufhin einen 9 XRP -> IN Transfer erstelle, habe ich wieder das gleiche Problem, in der Steuerberechnung wird die 1XRP Fee nicht vom Pool abgezogen und ein weiterer Verkauf würde mit dem falschen Kaufpreis verrechnet werden.

Ist jemandem das Problem auch schon aufgefallen? Oder ist das so ein Fall von "das ist nur bei mir so" ?

Hinzugefügt nach 2 Stunden 40 Minuten 18 Sekunden:
Laut https://cointracking.freshdesk.com/de/support/solutions/articles/29000018276-fehlende-geb%C3%BChren-im-steuerreport werden die Gebühren nicht vom Gewinn abgezogen. Allerdings laut
https://cointracking.freshdesk.com/de/support/solutions/articles/29000007202-eintrag-von-geb%C3%BChren soll man es so machen, und die Fees direkt auf die Kauf/Verkaufsmenge rechnen. Dadurch wird beim Steuerreport aber wie zuvor schon gesagt mit dem Falschen Einkaufskurs gerechnet, da die Gebühr beim Steuerreport dadurch in den Kurs eingespeist wird. Dadurch sollte man letzendlich bei den Trades die korrekten Gewinne/Verluste berechnet bekommen, allerdings kann man dann die daraus berechneten Gebühren aus dem Punkt "Trading Gebühren" meiner Meinung nach nicht mehr einfach vom Gewinn abziehen.
Das wäre soweit auch kein Problem, man kann ja bei den Gebühren den Filter auf alles außer Trades setzen.
Dann bleibt allerdings immer noch das Problem mit den Transfer-Gebühren, die weiterhin nicht aus den Kaufpools gelöst werden und die Rechnung verfälschen. Das Problem dürfte also eigentlich jeder haben, der einen Coin gekauft und ihn mit einer Fee transferiert und anschließend verkauft hat, und zu einem späteren Zeitpunkt erneut gekauft, und (ab diesem Schritt wird es dann bei den Zahlen relevant) wieder verkauft hat.
Bei kurzen Zeitabständen mag das kaum relevant sein, allerdings im Extrembeispiel mit dem XRP Beispiel:

Cointracking hat meinen 1 XRP den ich eigentlich als Fee für einen Transfer bezahlt hatte (für 1€) immer noch als offenen Kaufpool. Nun steigt XRP von mir aus auf 1000€ und ich kaufe mir einen XRP für 1000€ und verkaufe ihn direkt wieder für 1000€. Cointracking würde mir jetzt erstmal einen Gewinn von 999€ für den Verkauf des 1 XRP aus dem noch aus 1 XRP bestehenden Kaufpool zu 1€ berechnen.

Jemand ne Idee, wie man das löst?
 

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immerdaneben

Mitglied
22 Dezember 2017
90
33
Hi in Bezug auf Cointracking, habt Ihr ggf. auch alternativen die nicht so Teuer sind. Leider habe ich ein paar mehr transaktionen und würde bei Cointracking knapp 250€ zahlen müssen. Gibts ggf. ein gutes XLS Template oder irgendwas kostenloses? danke für Euren Support.
 

zooloo

Aktives Mitglied
23 Dezember 2017
577
172
Also ich habe relativ lange gesucht. Die einzige alternative, die ich gefunden habe, war selbst programmieren. Glaube auch nicht, dass sich das so einfach in nem XLS abbilden lässt. Gerade was die Berechnung auf Auflösung von Kaufpools angeht, dürfte XLS vermutlich scheitern (bzw. derjenige, der es kostenlos anbietet, wäre so dermaßen dumm, dass er das eigentlich gar nicht hinbekommen sollte ;) )
 

immerdaneben

Mitglied
22 Dezember 2017
90
33
Danke zoolo, dann klatsch ich das meinem Steuerberater hin, Mal schauen was er sagt:) habt Ihr Cointracking gekauft oder kommt ihr mit der free version zurecht? ist ja von der Anzal Transaktionen begrenzt.
 

zooloo

Aktives Mitglied
23 Dezember 2017
577
172
Hab die Pro Version für 1 Jahr. Hat mich glaub ich ~ 53 € gekostet. Wollte auch erstmal gucken, was das denn eigentlich kann, bevor ich das große Paket nehme. Aber bis auf oben beschriebenes Problem macht es seinen Job einigermaßen gut. Zumindest günstiger, als auf anderem Wege ;)
 
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magictrade

Mitglied
22 Dezember 2017
236
38
weiß hier jemand, wie das mit FIFO läuft ?

nur mals als beispiel, wenn ich einmal coins kaufe und länger als ein jahr halte sind die ja steuerfrei.....
wenn ich aber auf einem anderen exchangeaccount die selben coins daytrade, wären die ja steuerpflichtig.....

geht das quasi so getrennt ? oder würde wegen des daytradens und FIFO der "counter" für das jahr immer weider zurückgesetzt ?

Hinzugefügt nach 2 Minuten 45 Sekunden:
alles kla, sorry !
frage wurde ja schon quasi beantwortet ^^
 

immerdaneben

Mitglied
22 Dezember 2017
90
33
Hab die Pro Version für 1 Jahr. Hat mich glaub ich ~ 53 € gekostet.

Schade jetzt kostet PRO a Jahr 0,012BTC also cx. 120 USD und unbegernzt 0,019, für einen fuffi hätte ichs gekauft:( oder hat jemand eine gutschein
 

magictrade

Mitglied
22 Dezember 2017
236
38
https://steuerberater-quermann.de/?c=Finanzamt-fordert-gegen-EuGH-USt-f%C3%BCr-Bitcoin

sollten die das wirklich durchziehen, beantrage ich frührente "und falle dem staat zur last" oder geh ins ausland oder beides......

19% auf den gesamtwert !
damit lohnt sich bot und daytrading hier gar nicht mehr und hodler werden gute einbußen haben........

das kommt mMn fast einem verbot gleich.......

ist wieder so typisch brd...........
kein plan von kryptos haben,
in den medien alles vertäufeln und vor den bösen, hochriskanten dingern warnen,
dann aber jedem, der sein hart verdientes geld in diese "hochriskante anlage" steckt, alles zunichte machen.....
frag mich nur warum, wenn das doch so "hochriskant" ist.......

und mit welcher rechtfertigung wollen die 19% auf den gesamtwert ?

oder hab ich da was falsch verstanden ? .....was ich mal sehr hoffe......

Hinzugefügt nach 4 Minuten 25 Sekunden:
https://steuerberater-quermann.de/?c=Finanzamt-hat-Rechtsfragen-zu-Bitcoin
 

Ben1337

Crypto Jüngling
4 Januar 2018
22
2
Locker bleiben, ist ja noch nix entschieden.

Normalerweise wird das so laufen, du bzw. dein Steuerberater (oder derjenige den es zu erst betrifft) reichen die Steuererklärung ein, die Finanzverwaltung entscheidet, du legst Widerspruch ein, dann gehts vors Finanzgericht, dann wird sich da ganz nach oben geklagt bis zur letzten Instanz (evtl. sogar EuGH). Wenn dann da mal abschließend ein Urteil gefallen ist, wird "Klarheit" herrschen. Da dann jeder diese Entscheidungen als Präzedenzfall hernehmen kann.
Falls nicht zwischendurch die Gesetzeslage sich sowieso ändert und die Sache sowieso klarer (oder auch diffuser) wird.
Das nur mal so generell.

Also das was im Link beschrieben ist, betrifft ein Unternehmen. Für die gelten ganz andere Vorraussetzungen v.a. was Umsatzsteuer angeht. Außerdem sind die ja normalerweise zum Vorsteuerabzug berechtigt. Das würde bedeuten, dass sie im Endeffekt nur Umsatzsteuer auf die "Gewinne" zahlen. Gleichsam würden sie sogar Umsatzsteuer erstattet bekommen, bei Verlusten, da sie beim Ankauf ja Umsatzsteuer gezahlt haben. Wenn dem aber so wäre, dann wird es richtig kompliziert, da die Coins dann wie Waren und nicht wie Währungen zu behandeln wären.
Nur ein kurzer Absatz dann dazu:
Und da kommen wir zu dem Punkt, wo befinden sich eigentlich die Coins und wie wird das gehandhabt. Hab ich die in der Schweiz gekauft und "lager" die Coins in der Schweiz, dann fiele dort Umsatzsteuer an (falls die Schweiz welche auf Coins erhebt). "Importiere" ich die Coins nun nach Deutschland, dann müsste ich Einfuhrumsatzsteuer zahlen und könnte die Schweizer Umsatzsteuer zurückerstattet bekommen. Die Frage ist ja WO befinden sich die Coins eigentlich. Eigentlich sind die ja in der Blockchain gespeichert, also überall oder auf meinem Wallet bei mir daheim?

So und nun zu dem was die meisten von uns betreffen wird. Als Privatmensch musst du nur die Mehrwertsteuer bezahlen, wenn du was von einem Unternehmen kaufst. Wenn du was von privat zu privat kaufst oder verkaufst, fällt keine Mehrwertsteuer an, zumindest Innerdeutsch. Schwieriger wird es alledings wieder, wenn es um Import/Export Geschichten geht und Einfuhrumsatzsetuer fällig wird. Da wäre es aber auch erstmal wieder zu klären, ob ein Import vorliegt, wenn ich im Ausland kaufe...
Was heißt nun privat? Solange du bestimmte Regeln einhälst, also dir keine gewerbliche Absichten zu unterstellen sind, dann bist du privat handelnd und somit Mehrwertsteuerbefreit... D.h. bevor du Mehrwertsteuer bezahlen musst, müsste z.B. der private Handel mit Bitcoin untersagt werden, so dass jeder von uns ein Gewerbe anmelden muss.
Andererseits könnte das Finanzamt dir auch unterstellen, dass du gewerbetreibend bist. Problem ist generell aber die Unterscheidung zwischen privat und gewerblich... Das Thema ist noch komplizierte als die anderen, daher dazu bitte Google bemühen, man findet da viel im Zusammenhang mit eBay. Das kann wieder unterschiedlich interpretiert werden. Z.B. würde ich das für mich so interpretieren, dass Trader unter gewerblich fallen und Hodler meistens nicht. Aber auch das müsste vor einem Gericht entschieden werden, da noch keine Präzedenzfälle für Cryptowährungen dazu vorliegen.

Und so schließt sich der Kreis zum einleitenden Absatz wieder...
 

magictrade

Mitglied
22 Dezember 2017
236
38
ja, aber wie währen dann kryptos zu besteuern, wenn man zb daytraded ?

bzw man kauft die ja bei einer börse, also bei privatpersonen oder gewerben und das zt im ausland...

ich finde das ganze verkompliziert die sache nur wieder unnötig....

und das wird auch zur konsequenz haben, das mehr das ganze schwarz machen oder ins ausland flüchten:

http://www.steuern-ausland.com/bitcoin-kryptowahrungen-trading-steuerfrei

ich zahle gerne steuern auf den gewinn ! und zwar nur auf den ! sollte es dazu kommen, das die 19% auf den gesamten coinpreis haben wollen, dann werde ich versuchen das umzusetzen, was in dem link steht und der brd kein cent steuern zahlen......
und ich denke, das werden einige so handhaben, damit schaden die der staatskasse wieder unnötig....

auch wenn das nicht entschieden ist, stört mich einfach nur die blosse idee.....
in arizona kann man mittlerweile steuern in btc zahlen,
in russland bis 2020 steuerfreu, wenn ich mich nicht täusche,
und in der brd kommen die auf die idee da so viel steuen drauf zu packen, das sich das kaum noch lohnt oder das keiner wirklich durchblickt....
aber in den medien wirds vertäufelt und da frage ich mich, warum wollen die auf einmal so viel steuern für eine sache, die ja so riskant ist ?

ich find das ehe alles lächerlich hier.....

die sollen einfach die ganze sache steuerbefreien, bis die mal ne klare entscheidung getroffen haben und sich genügend informiert haben.....
ich muss da immer wieder an was denken, was jemand hier mal geschrieben hatte, der durfte, meine ich, das telefonat mit dem finanzbeamten zahlen, in dem er ihn über kryptos aufgeklärt hat......
kein plan haben, aber hand aufhalten..... das stört mich einfach nur wieder daran, wies hier ist....

ist ja vollkommen ok, eine angemessene steuer auf den gewinn zu zahlen....
 

Icebreaker99

Mitglied
5 Januar 2018
33
8
Ich kann dir da nur zustimmen..

Gerne Zahle ich Steuern auf Gewinne, wenn möglich auch nur Abgeltungssteuer aber nun auch USt raufzulegen wäre schon krass... Die Flucht ins ausland ist möglich aber nicht einfach und besonders mit Familie eine starke Belastung, egal ob Malta, Zypern etc. Kenn viele die den Wohnsitz verlegt haben und das ist nicht einfach!

Möglichkeit (Noch nicht 100% richtig! Habe das jetzt nur GROB usgeschrieben wie Gestaltet werden kann)
Eine Ltd. oder LLC (bitte vorher ins BMF Schreiben schauen) kann als KapG anerkannt werde und im Fall von Malta werden nur einkünfte in Malta versteuert. Wenn die KapG also in den USA traded ist es in Malta steuerfrei... Aus US Sicht müssten die USA die Einkünfte der KapG freistellen laut DBA USA MAlta... Ergo unbesteuerte Einkünfte... die darf es laut DBA eig. nicht geben... also gibt es eine Rückfallklausel /(theoetisch)

Hinzugefügt nach 3 Minuten 10 Sekunden:
Im Übrigen zu Anlage SO:

Kaufpreis Coin X: 1,51 (Darf auf vlle aufgerundet Werden) 2 €
Verkauf Coin X : 1.99 (Darf auf volle eure abgerundet werden) 1€

Also gewinn von 0.48 ABER verlust für das FA... Ich glaube das wird bald abgeschafft ^^ Die Steuersoftware rechnet noch so, allerdings muss man das nochmal mit den Anwendungserlasse der Finanzbehörden abgleichen

Hinzugefügt nach 3 Minuten 59 Sekunden:
Und ein Frage (Technischer natur)


Eigentlich müssen ja alle trades einzeln in Anlage SO erfasst werden dan ich immer ein Kuaf und Veräußerungszeitpunkt benötige...
Ich hatte jetzt eigentlich geplant nur den Gewinn einzutragen und dann den ausruck von Cointracking befügen...

Spricht hier etwas dagegen? Ansonsten würde dem FA auch gerne 200 Formblätter Anlage SO übermitteln xD

Die Kosten für Cointracking sind mE absetzbar !
 

Laura32

Mitglied
3 Januar 2018
41
10
zooloo schrieb:
Weiß jemand, ob cointracking die Fees schon unter "Steuerbericht" unter "Gewinn" mit einbezieht? Da habe ich nämlich Abweichungen. Ziehe ich die Gebühren unter "Trading Gebühren" von meinem Gewinn ab, kommt das schon eher hin.

Generell finde ich den Umgang mit Gebühren bei Cointracking etwas gewöhnungsbedürftig.

Wenn ich z.B. folgende Trades eintrage:
cointracking_1.JPG

Passiert in der Steuerübersicht folgendes:
cointracking_2.JPG

Der zweite Verkauf wird noch aus dem ersten Kaufpool verkauft, von dem ja eigentlich nichts übrig ist, da ich aufgrund der 5 XRP Fee nur 95 XRP besessen habe. Somit werden sämtliche Folgerechnungen falsch und es dürften sich "Kaufpool"-Staus in Höher der Fees bilden.

Alternativ verrechnet man die Fee direkt auf die gekaufte Währung. Also Kauf 95 XRP für 100€. Das führt dann wiederum dazu, dass die Fee auf den Kaufpreis gerechnet wird, und somit bei der Gewinnermittlung mit dem theoretisch falschen Kauf-Kurs ( 1XRP / 1.05xx€) gerechnet wird. Praktisch macht das aber wohl keinen Unterschied beim Ergebnis. So bleiben zwar die "unverkauften Positionen" sauber, allerdings funktioniert das nur bei Trades. Wenn ich einen simplen Transfer erstelle, .z.B. 10 XRP -> out mit 1 XRP fee und daraufhin einen 9 XRP -> IN Transfer erstelle, habe ich wieder das gleiche Problem, in der Steuerberechnung wird die 1XRP Fee nicht vom Pool abgezogen und ein weiterer Verkauf würde mit dem falschen Kaufpreis verrechnet werden.

Ist jemandem das Problem auch schon aufgefallen? Oder ist das so ein Fall von "das ist nur bei mir so" ?

Hinzugefügt nach 2 Stunden 40 Minuten 18 Sekunden:
Laut https://cointracking.freshdesk.com/de/support/solutions/articles/29000018276-fehlende-geb%C3%BChren-im-steuerreport werden die Gebühren nicht vom Gewinn abgezogen. Allerdings laut
https://cointracking.freshdesk.com/de/support/solutions/articles/29000007202-eintrag-von-geb%C3%BChren soll man es so machen, und die Fees direkt auf die Kauf/Verkaufsmenge rechnen. Dadurch wird beim Steuerreport aber wie zuvor schon gesagt mit dem Falschen Einkaufskurs gerechnet, da die Gebühr beim Steuerreport dadurch in den Kurs eingespeist wird. Dadurch sollte man letzendlich bei den Trades die korrekten Gewinne/Verluste berechnet bekommen, allerdings kann man dann die daraus berechneten Gebühren aus dem Punkt "Trading Gebühren" meiner Meinung nach nicht mehr einfach vom Gewinn abziehen.
Das wäre soweit auch kein Problem, man kann ja bei den Gebühren den Filter auf alles außer Trades setzen.
Dann bleibt allerdings immer noch das Problem mit den Transfer-Gebühren, die weiterhin nicht aus den Kaufpools gelöst werden und die Rechnung verfälschen. Das Problem dürfte also eigentlich jeder haben, der einen Coin gekauft und ihn mit einer Fee transferiert und anschließend verkauft hat, und zu einem späteren Zeitpunkt erneut gekauft, und (ab diesem Schritt wird es dann bei den Zahlen relevant) wieder verkauft hat.
Bei kurzen Zeitabständen mag das kaum relevant sein, allerdings im Extrembeispiel mit dem XRP Beispiel:

Cointracking hat meinen 1 XRP den ich eigentlich als Fee für einen Transfer bezahlt hatte (für 1€) immer noch als offenen Kaufpool. Nun steigt XRP von mir aus auf 1000€ und ich kaufe mir einen XRP für 1000€ und verkaufe ihn direkt wieder für 1000€. Cointracking würde mir jetzt erstmal einen Gewinn von 999€ für den Verkauf des 1 XRP aus dem noch aus 1 XRP bestehenden Kaufpool zu 1€ berechnen.

Jemand ne Idee, wie man das löst?


Hi zooloo,

bist du dir 100% sicher das du nach dem Verkauf deiner 100 XRP immer noch 5 XRP im datenpool voin cointracking hast?
mir ist das nämlich noch nicht aufgefallen. meine Fees werden direkt hinter der transaktion (kauf/verkauf) angezeigt.